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Auch Güterzüge würden rollen
Bürgerinitiative gegen ICE-Trasse legt Aktionsplanung vor


Seckenheim. Nach zwei großen, öffentlichen Versammlungen hatten sich die führenden Köpfe der Bürgerinitiative gegen die Seckenheimer ICE-Trasse immer wieder getroffen und Ideen gesammelt. Diese wurden nun der Öffentlichkeit vorgelegt. Mit der Bezeichnung "Leben statt Lärm" will der Name der Bürgerinitiative künftig deutlich machen, dass die vorhandene Belastung durch Autobahn und insbesondere Fluglärm schon das erträgliche Maß überschritten hat.

Eine Bahntrasse, die noch mehr Lärm bringen würde und neben der Autobahn auf Seckenheimer Seite angedacht ist, will die Bürgerinitiative auf jeden Fall verhindern. Im Rahmen des Gesprächs wurde die eingrenzende Bezeichnung "ICE-Trasse" kritisiert. Es müsse dem Bürger klar sein, dass eben nicht nur ab und zu ICE-Züge über die Trasse rauschen, die Bahn plane eben auch Güterzüge, und insbesondere in der Nacht, so war zu hören, über diesen so genannten "Bypass" zu leiten.

Um gemeinsam gegen diese Pläne der Bahn AG vorzugehen, will man sich mit den Initiativen in Ilvesheim, Feudenheim, Wallstadt und Vogelstang verständigen. Außerdem soll eine Liste erstellt werden, die politisch und wirtschaftlich Verantwortliche aufzählt, die zuständige Planungsstellen und planungsrechtliche Termine überschaubar macht und Tipps gibt, wie man sich bei wem beschweren und wo Einsprüche fristgerecht einzulegen sind. So soll zum Beispiel darüber informiert werden, dass der Flächennutzungsplan im Seckenheimer Bürgerdienst aushängt und was es darauf zu sehen gibt.

Dem Bezirksbeirat soll das Thema in die Tagesordnung geschrieben werden, und Handzettel und Plakate sind in Arbeit. Mit einer ersten Aktion wird "Leben statt Lärm" am 26. Januar an die Öffentlichkeit treten. Dann soll zunächst ein Informationsschild in unmittelbarer Nähe der zu verhindernden Strecke enthüllt werden. Die für einen Tag geplante Markierung der Trasse soll am 9. März erfolgen.

Als weitere Maßnahmen wurden eine Podiumsdiskussion, eine Aktion auf dem Mannheimer Bahnhof, eine Skater-Aktion, eine Wanderung entlang der Strecke, eine Radtour zu vergleichbaren Trassen, eine Aktion "Kinder gegen Lärm", ein Informationsstand vor dem Alten Rathaus und eine Planerläuterung durch die Bahn AG aufgelistet.

Freizeitfotografen will man zudem auffordern, Flora und Fauna jener Bereiche zu dokumentieren, die der ICE- und Güterstrecke zum Opfer fallen sollen. Mit diesen Initiativen will man nicht nur permanent alle verantwortlichen Stellen ansprechen, man will auch jene gleichgültigen Bürger mobilisieren, die meinen, man könne sich ja eh nicht wehren. Man kann, stellte die Bürgerinitiative gegen die Seckenheimer ICE-Trasse fest und will dies in den nächsten Monaten unter Beweis stellen. hat


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